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Gefahren für Igel und ihre Vermeidung!

In vielen Gärten lauern für den Igel Gefahren, die vom Menschen, teils aus Unwissenheit, aber auch durch Unbedachtheit, hervorgerufen werden.
Wenn ein Igel den Garten für sich als Revier ausgewählt hat, soll er sich darin wohlfühlen und sich nicht verletzen.
Anhand der am häufigsten, vorkommenden Gefahrenquellen, möchten wir Ihnen aufzeigen, wie man diese leicht beseitigen oder vermeiden kann.

Chemie und Gifte werden leider immer noch viel zu häufig verwendet, um Schädlinge im Garten zu vernichten. Damit schädigt man aber auch die nützlichen Tiere wie Igel, Vögel und alle anderen Lebewesen. Sie finden weniger Nahrungstiere und können auch erkranken.
Wenn man umweltfreundliche Schädlingsbekämpfungsmitteln verwendet, wird man schnell feststellen, dass man nicht nur Geld spart sondern auch etwas für die eigene Gesundheit tut. Eine artenreich vorkommende Tierwelt im Garten, ist das Dankeschön dafür.

gift
Rasentrimmer und andere Gartengeräte können zu schweren Verstümmelungen oder zu tödlichen Verletzungen führen. Man sollte wirklich erst dann unter Gebüsch arbeiten oder mähen, wenn man sich davon überzeugt hat, dass sich dort kein Igel befindet. An einigen Stellen sollte man das Gras auch ruhig etwas höher stehen lassen. Dort können sich Tiere ein Nest bauen.

ohne beine
Täter: Rasentrimmer- keine Überlebenschance!


Laubsauger saugen nicht nur Laub auf sondern auch viele Kleinlebewesen.
Diese aber können durchaus wertvolle Helfer im Garten sein. Des weiteren dienen sie vielen Tieren als natürliche Nahrung. Ein Igel übernimmt die "Funktion" eines natürlichen Schädlingsbekämpfers.
Mit einem Laubrechen kann man die gleiche Wirkung wie mit einem Laubsauger erzielen.
Außerdem spart man dabei noch Kosten für Energie.

Drahtzäune und Mauern bilden bilden häufig eine unüberwindbare Begrenzung des sowieso schon eingegrenzten
Lebensraum für den Igel. Auf seiner nächtlichen Nahrungssuche benötigt ein Igel einen großen Aktionsraum.
Geeignete Durchschlupfmöglichkeiten erleichtern es dem Igel, dass er zur Nahrungssuche auch in angrenzende
Gärten gelangen kann.
zaun

Komposthaufen sind eine sind eine sinnvolle und nützliche Einrichtung im Garten.
Von Zeit zu Zeit müssen sie jedoch auch einmal umgesetzt werden. Igel benutzen sie nicht nur als „Nahrungs-Schlaraffenland“, oftmals haben sie sich darin auch ein Nest eingerichtet.
Stechen sie also nicht achtlos mit einer Forke hinein sondern tragen ihn vorsichtig ab.
Sollten Sie einmal ein Igelnest freigelegt haben, decken sie es umgehend wieder ab
und holen sie sich für die weitere Maßnahme fachkundigen Rat.

kompost

Obstnetze, oder achtlos liegengelassene Volleyball- oder Tischtennisnetze, können zur Falle werden. Haben sich Tiere einmal darin verfangen, können sie sich nicht wieder alleine daraus befreien. Spannen Sie Obstnetze mindestens 40 cm vom Boden entfernt auf. So können Tiere ungehindert darunter umherstreifen. Der erwünschte Schutz gegen Vögel, als ungeliebte „Obstdiebe“ bleibt deshalb trotzdem bestehen.

Abfälle gehören nicht in die Landschaft, sondern in die entsprechenden Müllbehälter.
Das versteht sich eigentlich von selbst. Das dies leider selten befolgt wird, kann man auf jedem Spaziergang durch die Natur erleben. Leere Büchsen, Flaschen und Plastikbehälter werden vielen Tieren zum oft tödlichen Verhängnis. Der Restinhalt solcher Abfallbehältnisse verlocken Igel häufig dort hineinzugelangen. Dabei können sie sich bösartige Schnittverletzungen zuziehen.
Beim Rückzug wirken ihre Stacheln wie Widerhaken, die das Hinausgelangen unmöglich machen. Das Ende ist dann ein qualvoller Hungertod.

abfall


Mülltüten sollten immer gut verschlossen werden. Igel sind sehr neugierig, wenn sie auf der Suche nach Futter sind. Sie kriechen in die Abfallsäcke hinein, finden nicht mehr hinaus, ersticken in der Tüte oder werden mit der Müllabfuhr abtransportiert. Möglichst sollte man die Mülltüten erst am Morgen des Abholtages an der Straße abstellen. abfallsack
Hundezwinger Müssen Sie Ihren Hund unbedingt in einen Zwinger sperren? Wenn ja, dann sichern sie diesen so ab,
das kein Igel hineingelangen kann. Viele Igel wurden schon im Zwinger todgebissen.
Aber auch, wenn Ihr Hund frei im Garten herumlaufen darf, achten Sie bitte auf ihn. Viele Igel werden von
Hunden schwer verletzt oder getötet.
hund-igel
Vorsicht beim Verbrennen von Reisighaufen oder Gartenabfällen!
Wenn diese schon länger im Garten gelagert waren, werden sie häufig als Unterschlupf von Igeln angenommen.
Bevor Sie ihn anzünden, schichten sie ihn vorsichtig um. Besser noch sie deponieren ihn an einer abgelegenen
Ecke im Garten und belassen ihn dort als natürliche Quartiermöglichkeit.
In einigen Bundesländern ist das Verbrennen von Reisighaufen vom Gesetz her vernünftigerweise sowieso verboten.
reisighaufen
Regentonnen, die in die Erde eingegraben sind müssen in jedem Fall abgedeckt sein, um zu verhindern,
dass Tiere hineinfallen und qualvoll ertrinken.
regentonne
Kellerschächte sollten so abgesichert sein, dass kein Igel durch die Ritzen gelangen kann.
Ist dies nicht möglich, ist eine tägliche Überprüfung der Kellerschächte unbedingt erforderlich.
kellerschacht

Wenn all diese Empfehlungen eingehalten werden...

    • vermeiden Sie qualvolle Igelschicksale in ihrem Garten
    • findet der Igel in Ihrem Garten einen Lebensraum
    • erschaffen Sie sich ein kleines Paradies für Menschen und Tiere
    • helfen Sie mit, dass es den Igel auch in Zukunft noch geben wird

Anmerkung:

Alle Igel dieser Welt mögen uns die zeichnerischen Darstellungen auf dieser Seite verzeihen!