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Buchvorstellung:

titelblatt tagebuch

Das Naturliebe mehr als Hobby sein kann, wird von dem Autor durch seine Tagebuchaufzeichnungen in lebhafter Weise vermittelt. Seit mehr als 25 Jahren hat er seine Verbundenheit zu Tieren und Pflanzen durch Beobachtungen und aktive Schutz- und Pflegemaßnahmen erlebt.
Mit seinen Erfahrungen und angeeigneten Kenntnissen, möchte er dem Leser das Naturerlebnis auch zu den alltäglichen Wahrnehmungen vermitteln.
Das Buch ist ein Anreiz, die Schönheiten unserer Umwelt, mit einem neuen, erlebnisreichen Gefühl zu erleben.
Es soll aber auch Anstoss sein, Naturschutzarbeit mit mehr Verständnis aufzunehmen und vielleicht in ähnlicher Form zur Nachahmung anregen.
Die erfrischende, lockere Erzählweise,
läst die Aufzeichnungen zu einem Leseerlebnis werden.
frosch


jonas
hugo flussregenpfeifer

  Mit der Ausarbeitung
Tagebuch
der tierischen Begegnungen

habe ich mir einen lange geträumten Wunsch erfüllt.
Die erste Auflage (20 Stück) war als Danke-schön-Geschenk für liebe Mitmenschen gedacht, die mich in der Vergangenheit auf liebe Art unterstützt oder mir Hilfe zukommen ließen.
Von diesen Personenkreis bin ich ermutigt worden, diese Publikation auch anderen zugänglich zu machen.
Es gibt viele Naturbestimmungsbücher Meine Tagebuch-aufzeichnungen bezeichne ich als neuartiges  Bestimmungs-buch. Sie werden viele, interessante Zusammenhänge aus der Natur erfahren. Ich möchte damit anregen, den Tier-, Natur- und Umweltschutz einmal mit anderer Einstellung kennen zu lernen. Es soll auch den Anstoß geben, einmal selbst in dieser Richtung aktiv zu werden. Natur- und Umweltschutz ist ein sehr sinnvolles Betätigungsfeld und kann sehr abwechslungsreich sein
Dieses Buch wird im Eigendruck aufgelegt.
Es wird nicht gesponsert und es soll auch keinen Gewinn für mich abwerfen. Die Produktionskosten richten sich natürlich nach der Nachfrage aus. Daher kann ich auch hier keinen verbindlichen Verkaufspreis angeben. Ab einer Nachfrage von 50 Stück, werde ich diese in Druckauftrag geben.
Der Preis wird dann bei 11,00 € liegen.

Mit dem auf der letzten Umschlaginnenseite abgedruckten Vordruck, kann man sich als Interessent für dieses Buch vormerken lassen.

                           Die nächsten 4 Seiten sind eine Leseprobe  ?

kalenderblatt

Seit vielen Jahren bieten wir für die Mitglieder der NABU-Ortsgruppe Hameln einmal im Jahr eine Tagesbusfahrt zu interessanten Natur- landschaften an. Das soll auch 1998 so bleiben. In diesem Jahr ist eine Naturerlebnisreise in den Harz geplant. Ich organisiere diese Exkursionen und habe es mir zur Aufgabe gemacht, schon Wochen vorher die Reiseroute einmal abzufahren. Daran ist dann natürlich die ganze Familie beteiligt.
Morgens um 8   Uhr starten wir  mit dem Auto zu  diesem Sonntagsausflug. Mit sieben Insassen ist der Wagen zahlenmäßig diesmal brechend voll. Vorne sitzen Ingo und ich, hinten Monja und Bianca, dazwischen Hugo und im Kofferraum (natürlich haben wir die Ablage hinten entfernt) ist der Käfig mit Bonny und Jonny. Für die beiden wird es wohl die erste und einzigste „Weltreise“ sein, die sie einmal mitmachen.
Da wir vorhaben, erst gegen Abend wieder zurück zu sein, können wir die beiden ja unmöglich so lange allein zu Hause lassen. Neben unseren Reiseproviant haben wir natürlich auch ausreichende, flüssige Nahrung für Jonny und Bonny dabei. Und sollten sie unterwegs Hunger auf Grünzeug haben, das werden wir im Harz ohne Schwierigkeiten auftreiben.
Über die Reiseroute und –ziele möchte ich jetzt gar nicht groß berichten. Erwähnenswert finde ich allerdings unsere Mittagspause. Auf meinen zahlreichen beruflichen Fahrten durch den Harz, habe ich schon öfters an einer Feldküche halt gemacht. Sie befindet sich hinter Braunlage, direkt an der Stelle, wo einmal die deutsch-deutsche Grenze verlief. Ein cleverer Geschäftsmann hat hier einen ausgemusterten NVA-Küchenwagen abgestellt und bietet aus der Gulaschkanone einen hervorragenden Erbseneintopf an. Dieses deftige, schmackhafte Gericht möchte ich heute meiner Familie vorführen. Ich habe vorher nicht zuviel versprochen, selbst Monja holt sich noch einmal einen Nachschlag.
Anschließend wollen wir einen kurzen Verdauungsspaziergang durch den Wald machen, auch schon, weil Hugo das dringende Bedürfnis hat, etwas loszuwerden. Vorerst kann er das aber nur mit Ingo und mir tun. Da sind nämlich noch zwei Mitglieder unserer Reisegesellschaft im Auto, die auch so ein sattes Gefühl wie wir haben möchten. Monja und Bianca wollen dieses natürlich umgehend zur Zufriedenheit von Jonny und Bonny abstellen. Derweil machen Ingo, Hugo und ich schon mal einen kurzen Abstecher in die Harzer Wälder.
Als wir nach einer Viertelstunde zurückkommen, glaube ich nicht, was ich da sehe. Cirka 15 Menschen stehen an der Beifahrerseite um unser Auto. Da drinnen sitzt Monja und gibt Jonny seine Mittagsmilch per Flasche. Der hat nur Augen für den Inhalt und nicht für die Leute, die ihn verzückt dabei beobachten. Zwei kleinere Kinder sind gerade dabei, unter der Aufsicht von Bianca, Bonny in



ihrem Käfig zu streicheln. Mancher Erwachsener schaut neidisch zu, traut sich aber nicht zu fragen, ob er sie auch mal knuddeln darf. Wenn wir noch länger hier geblieben wären, würden wir sicher dem Feldküchenbetreiber die Kund- schaft wegnehmen. im auto  Deshalb verzichten wir nach der Fütterung von Jonny und Bonny auf  den  gemein- samen Spaziergang und holen  das  an  einer an- deren, einsameren Stelle nach.
Der  Harz  hat  so  viele schöne  Naturerlebnis- ecken, da ist es gar nicht so einfach alles für eine Tagestour  unter  einen Hut zu bekommen. Auf der Rückfahrt bin ich aller- dings der festen Über- zeugung, dass wir schon eine erlebnisreiche Strecke für unsere NABU- Busfahrt ausgekund- schaftet und festgelegt haben. Zu Hause wieder angekommen, werden die beiden Häschen erst ein- mal in ihr Außengehege gesetzt. Sie haben ihre Weltreise gut überstan- den, von Reisekrankheit keine Spur. Wenn sie später einmal, nachdem wir sie ausgesetzt haben, ihren Artgenossen dieses Erlebnis erzählen, es wird ihnen bestimmt keiner glauben.


kalenderblatt

Ich bin froh, dass ich ein freies Wochenende vor mir habe. Es war eine ganz schön stressige Woche auf meiner Arbeitsstelle. Hier unter dem Kirschbaum kann ich heute abend so richtig die Seele wieder aufleben lassen. Die Fledermäuse haben ihren Jagdflug schon vor einer halben Stunde beendet. Dieses Schauspiel fasziniert mich immer wieder. Es stört sie überhaupt nicht, wenn ich mich dann in ihren Flugbahnen auf der Wiesenfläche begebe. Manchmal flattern sie dann nur in 50 Zentimeter Höhe über meinen Kopf hinweg. Nun sitze ich im Gartenstuhl und lasse meinen Blick über die Wiesenfläche streichen. Sie wird von der Straßenlaterne in ein mildes Licht getaucht. Und dann entdecke ich dort mitten auf der Grasfläche einen dunklen Gegenstand in der Größe eines mittelgroßen Balles. Der war doch vor einer halben Stunde noch nicht dort. Der Sache muss ich natürlich auf den Grund gehen. Gerade habe ich mich aus dem Gartenstuhl erhoben, da wird die Haustür geöffnet, damit Hugo draußen sein Gute-Nacht-Bächlein draußen abläst. Er bleibt einen kurzen Augenblick in der Tür stehen, zieht tief die Luft ein, dann ein Sprung die paar Stufen hinunter und wie ein Blitz stürmt er auf den unbekannten Haufen zu. Voll mit der Schnauze drauf! Ein Jaulen und ein irritiertes Wau, dann kommt er mit eingezogenen Schwanz zu mir. im autoJetzt gehe ich natürlich erst einmal selbst zu den UBO (= Unbekanntes Boden Objekt). Was ich da entdecke? Ich glaube zu träumen. Da liegt doch tatsächlich ein Igel.
Er hat sich zu einer stacheligen Kugel zusammengerollt. Jetzt traut sich auch Hugo wieder heran. Ganz, ganz vorsichtig beschnüffelt er noch einmal das UBO. Ich kläre ihn auf, dass es sich hierbei um einen Igel handelt und lobe ihn natürlich für seine Entdeckung. Hugo ist sonst beleidigt, vor allem, wenn ich ihm sagen würde, dass ich den Igel ja schon vor ihm entdeckt habe. Nun gesellt sich auch Monja zu uns. Zu dritt, nein zu viert, denn Bianca kommt gleich darauf auch noch zu uns, bestaunen wir das Stacheltier. Der Igel bleibt aber zusammengerollt und rührt sich nicht. Nur ich rühre mich. Im Eiltempo zische ich ins Haus und hole meine Kamera.



Jetzt heißt es warten, vor allem ruhig verhalten, damit aus der stacheligen Kugel wieder ein Igel wird. Hugo gibt immer wieder ein leises Knurren von sich. Da brauche ich ja wohl nicht damit rechnen, dass sich der Igel in seiner ganzen Größe zeigt. Für Hugo ist es unbegreiflich, dass er nun ins Haus gebracht wird, zumal wir anderen draußen bleiben. Trotzdem passiert nichts. Die Stachelkugel bleibt eine Stachelkugel. Ich berühre in jetzt einmal, um zu sehen, ob er überhaupt noch lebt. Ganz langsam richten sich seine Stacheln jetzt noch mehr auf. „Lassen wir ihn doch in Ruhe, er stirbt ja sonst noch vor Angst,“ meint Monja dann nach einiger Zeit. Sie will wohl nicht zugeben, dass ihr die Sache nun doch zu lange dauert. Dann geht sie auch schon mit Bianca ins Haus. Jetzt knie ich hier allein in einem Meter Entfernung und mit schussbereiter Kamera vor dem Igel. Er macht aber noch immer keine Anstalten sich auszurollen. Wer hat jetzt die größere Ausdauer? Zehn ewig lange Minuten kriechen dahin. Es sieht fast so aus, als wenn das UBO gewinnen wird. igel im gebüschIch erschrecke mich fast, als dann doch auf einmal eine ganz zaghafte Bewegung in die Kugel kommt. Und ganz langsam wird es ein richtiger Igel. Kamera vor’s Gesicht, auslösen, Blitz – und da ist der Igel wieder eine Kugel! Jetzt tut mir das kleine Kerlchen aber langsam auch leid. Wie viel Angst muss er ausstehen? Ganz leise entferne ich mich jetzt von ihm und setze mich wieder an den Tisch unter dem Kirschbaum. Ein Foto habe ich ja im Kasten. Jetzt grübele ich darüber nach, wie ich die letzen zwei Bilder vom Film voll bekomme. Ich brenne natürlich darauf, zu erfahren, ob das Igelfoto was geworden ist. Immer wieder schaue ich zu der Igelkugel hin. Diesmal dauert es aber gar nicht so lange, bis wieder Bewegung in ihr entsteht. Der Igel bewegt sich dann auf einmal in Windeseile auf die Hecke zu und ist nicht mehr zu sehen. Hingehen? Nein! Der Igel hat bestimmt genug von Hund, Mensch und fotografieren. Wie viel Käfer, Würmer oder Schnecken hätte er wohl schon ohne unsere Störung finden und fressen können? Für mich ist jetzt Feierabend. Vielleicht sehe ich ihn ja morgen Abend wieder, denke ich zufrieden, als ich die Stufen zum Haus hochgehe.


Angaben zum Buch:

  84 Seiten, Format 23 x 17,  Leinen- Bindung, zahlreiche sch/w- Fotos, 1 Farbfoto

Im Buch sind zahlreiche Adressen enthalten, die eine wertvolle Hilfe geben, wenn man
sich weiter in einzelne Themen vertiefen möchte.

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